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Jul 18, 2023

Innere

Bildnachweis: RYO/AmanaimagesRE/Getty Images

Eine chronische Entzündung des Mittelohrs kann verschiedene Probleme und Komplikationen verursachen, die das Gehör und das Gleichgewicht einer Person beeinträchtigen können. Ein solches Problem ist die Bildung eines Cholesteatoms, einer abnormalen Ansammlung von Zellen im Ohr, die unbehandelt zu Knochenerosion führen kann. Dies kann wiederum Symptome wie Hörverlust, Schwindel, Gesichtslähmung und sogar eine Gehirninfektion verursachen.

Forscher der Universität Osaka haben gerade in Nature Communications eine Studie mit dem Titel „Single-cell transcriptomics of human cholesteatoma identifieds an activin A-producing osteoclastogenic fibroblast subset inducing bone destroy“ veröffentlicht, die die Ursache von Cholesteatomen beschreibt und bei der Entwicklung neuer Therapien für Patienten mit Cholesteatomen hilfreich sein könnte an dieser Krankheit leiden.

„Ein Cholesteatom, das möglicherweise aus einer Retraktion des Trommelfells resultiert, ist durch hartnäckige lokale Knochenerosion und daraus resultierenden Hörverlust sowie die Bildung von Hirnabszessen gekennzeichnet. Die pathophysiologischen Mechanismen, die der Knochenzerstörung zugrunde liegen, sind jedoch noch unklar. Hier haben wir eine Einzelzell-RNA-Sequenzierungsanalyse an menschlichen Cholesteatomproben durchgeführt und eine pathogene Fibroblasten-Untergruppe identifiziert, die durch eine reichliche Expression von Inhibin βA gekennzeichnet ist“, schreiben die Forscher.

„Wir zeigen, dass Aktivin A, ein Homodimer von Inhibin βA, die Differenzierung von Osteoklasten fördert. Darüber hinaus führt die Deletion von Inhibin βA/Aktivin A in diesen Fibroblasten zu einer verminderten Osteoklastendifferenzierung in einem murinen Cholesteatommodell. Darüber hinaus reduziert Follistatin, ein Antagonist von Aktivin A, die Osteoklastogenese und die daraus resultierende Knochenerosion bei Cholesteatomen. Zusammenfassend deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass einzigartige Aktivin A-produzierende Fibroblasten, die in menschlichen Cholesteatomgeweben vorkommen, für die Knochenzerstörung durch die Induktion lokaler Osteoklastogenese verantwortlich sind, was auf ein potenzielles therapeutisches Ziel hindeutet.“

Das Team aus Osaka untersuchte menschliches Cholesteatomgewebe, das Patienten chirurgisch entnommen wurde. Mithilfe einer Einzelzell-RNA-Sequenzierungsanalyse wurden Zellen identifiziert, die für die Auslösung von Knochenerosion verantwortlich sind. diese wurden osteoklastogene Fibroblasten genannt.

Diese Studie zeigte, wie diese Fibroblasten reichlich Aktivin A exprimierten, ein Molekül, das verschiedene physiologische Funktionen des Körpers reguliert. Das Vorhandensein von Aktivin A soll Knochenerosion durch einen Prozess verursachen, bei dem spezialisierte Zellen die Knochenresorption einleiten, indem die Mineralien und die Matrix der Knochen abgebaut und vom Körper absorbiert werden.

Den Forschern gelang es, den Zusammenhang zwischen Aktivin A und Knochenerosion bei Cholesteatomen aufzuzeigen. „Unsere Studie hat gezeigt, dass die gezielte Behandlung von Aktivin A eine potenzielle Behandlung bei der Behandlung von Cholesteatomen darstellt“, sagt der leitende Autor Masaru Ishii, MD, PhD, Professor.

Derzeit ist im klinischen Umfeld die einzige wirksame Behandlung von Cholesteatomen die vollständige chirurgische Entfernung. Die Entdeckung, wie ein Cholesteatom in dieser Studie Knochenerosion verursachen kann, bietet jedoch neue Hoffnung für die Entwicklung neuartiger medizinischer Behandlungen als Erstbehandlung für Cholesteatome.

„Ein Cholesteatom kann auch nach seiner chirurgischen Entfernung immer noch auftreten oder erneut auftreten. Daher ist es wichtig zu wissen, was es tatsächlich verursacht“, bemerkt Hauptautor Kotaro Shimizu.

Einzelzell-RNA-Sequenzierung
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